Peine: Statt des „Fest der Kulturen“ veranstaltete das „Peiner Bündnis für Toleranz“ am heutigen Samstag Vormittag eine kurze Kundgebung. Sie trug das Motto „Nein zum Rassismus“, welches stets zu begrüßen ist.
Die wenigen Besucher erwarteten von einem Peiner Bündnis sicher Peiner Themen – hier wurden sie jedoch fast in Gänze enttäuscht. Aktuelle Peiner Themen fanden überhaupt keine Erwähnung.

Im Mittelpunkt standen die aktuellen Geschehnisse in den USA. Dort demonstrieren Menschen gegen den Rassismus. Dass dies dort aber bedauerlicherweise nicht nur friedlich erfolgt, wurde nicht erwähnt. So wurden in Kalifornien sowie auch in vielen anderen Städten Weiße angegriffen, was ebenfalls als Form des Rassismus verstanden werden kann. Wer gegen Rassismus ist, sollte jeglichen Rassismus verurteilen.

Leider gab es auch eine Entgleisung auf dieser Kundgebung: in der Rede von Sachtleben (Mitglied des Kreistag Peine / Die Grünen). Er betonte, dass auch im Peiner Kreistag „Faschisten“ wären – und meinte damit unmissverständlich die AfD-Fraktionsmitglieder im Peiner Kreistag. Auf der Kreistagssitzung vom 26.06.2019 wies Franz Einhaus auf die Verrohung der Sprache hin und erwähnte, dies sei nicht zu tolerieren. Bei dem Redner Sachtleben sind diese Worte sichtlich nicht angekommen. Diese unsägliche Entgleisung wurde von einigen Teilnehmern des Bündnisses sogar noch mit Applaus honoriert.

Derartige perfide Beleidigungen stehen absolut im Widerspruch zur Toleranz. Diese wurden jedoch geduldet. Eine demokratisch gewählte Partei derart zu attackieren, ist nicht hinzunehmen. AfD-Fraktionsmitglieder des Peiner Kreistages derart zu verunglimpfen, entzieht sich jeder Sachlichkeit und kann nur verurteilt werden.

Nach rund 30 Minuten war die Kundgebung beendet.
Fazit: Jedes Engagement gegen Rassismus ist zu begrüßen. Dass es aber bei der Veranstaltung des „Peiner Bündnis für Toleranz“ zu derartiger Entgleisung kam, offenbart den Widerspruch schon im Namen des Bündnisses. Einseitige Toleranz ist keine Toleranz!

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